Die vielleicht wichtigste Frage für zwischendurch

Die vielleicht wichtigste Frage für zwischendurch

Was brauche ich jetzt wirklich?

Vor ein paar Tagen lag ich um vier Uhr morgens wach im Bett. Ich war sehr müde, konnte aber trotzdem nicht wieder einschlafen.

Also fragte ich mich: Was fehlt mir gerade?

Ich begann mit einer Atemübung, die ich bereits kannte. Vier Sekunden einatmen, vier Sekunden halten, vier Sekunden ausatmen, vier Sekunden halten. Die sogenannte 4x4-Atmung.

Die Antwort kam ziemlich schnell. Ich brauchte Ruhe. Und eine Pause.

Ganz ehrlich, momentan brauche ich wahrscheinlich etwas mehr als eine Atemübung. Ich bin sehr urlaubsreif. Auch die beste Atmung zaubert schließlich keinen Strand neben das Bett. Aber sie hat den Moment verändert. Mein Atem wurde ruhiger, meine Gedanken etwas klarer und zwischen mir und allem, was mich gerade beschäftigt, entstand ein wenig Abstand.

Manchmal ist genau dieser kleine Abstand das, was wir zuerst brauchen.

Der Körper ist häufig ehrlicher als der Kopf

Eigentlich sagt mein Körper mir ziemlich deutlich, wenn etwas nicht stimmt.

Mein Schlaf wird weniger tief. Mein Nacken tut weh, wenn ich zu lange am Laptop sitze. Meine Beine schwellen an, wenn ich mich zu wenig bewegt habe. Ich fühle mich müde und ausgelaugt.

Die Signale sind also da. Das Problem ist eher, was ich mit ihnen mache.

Wenn ich gerade im Arbeitsflow bin und am Computer unbedingt noch etwas fertigstellen möchte, fällt es mir schwer aufzuhören. Obwohl ich körperlich längst merke, dass es genug ist. Ich arbeite weiter und hinterher geht es mir meistens schlechter.

Die innere Antwort kenne ich in solchen Momenten bereits:

Du brauchst eine Pause.

Nur passt diese Antwort nicht immer zu dem, was ich gerade vorhatte.

Wenn alles wichtiger erscheint als man selbst

Wir räumen uns selbst oft nicht den Platz ein, den wir brauchen. Da ist schließlich noch etwas, das erledigt werden MUSS. Und zwar unabhängig davon, was es uns kostet.

Dieses Denken hat mich über einen großen Teil meines Berufslebens begleitet. Ich komme aus einem kleinen Unternehmen, in dem lange Arbeitszeiten und viele unterschiedliche Aufgaben einfach dazugehörten. Irgendwann wurde daraus ein Muster, das ich in mein weiteres Berufsleben mitgenommen habe.

Ich war sogar einmal mit 39 Grad Fieber und einer Nebenhöhlenentzündung bei der Arbeit. Mein Gedanke damals war: Wenn nicht ich, wer dann?

Heute bin ich selbstständig und habe tatsächlich niemanden, an den ich meine Arbeit einfach übergeben kann. Auch heute arbeite ich manchmal, obwohl ich eigentlich krank bin. Trotzdem fühlt es sich anders an. Ich achte mehr auf mich und nehme meine eigenen Grenzen ernster.

Es ist viel besser geworden. Aber es gibt immer noch diese kleinen Momente, in denen ich mein eigenes Bedürfnis zurückstelle, weil etwas anderes vermeintlich wichtiger ist.

Vielleicht ist die Frage „Was brauche ich jetzt wirklich?“ auch deshalb so wichtig. Sie unterbricht diesen Automatismus.

Brauchen und wollen ist nicht dasselbe

Zwischen dem, was wir brauchen, und dem, was wir möchten, kann ein ziemlich großer Unterschied liegen.

Ich brauche zum Beispiel eine Lesebrille. Ob ich sie tragen möchte, ist eine andere Frage :)

Manchmal brauche ich Bewegung, obwohl ich lieber weiterarbeiten würde. Manchmal brauche ich einen Waldspaziergang und keinen zusätzlichen Druck. Manchmal brauche ich Ruhe, obwohl ein Teil von mir gerade unbedingt produktiv sein möchte.

Und manchmal weiß ich überhaupt nicht, was ich brauche. Auch das ist eine ehrliche Antwort.

Wir müssen nicht sofort für alles eine perfekte Lösung finden. Schon die Suche kann etwas verändern. Vielleicht ist auch hier der Weg das Ziel. Die Frage ist nur, was wir mit dem „Ich weiß es nicht“ machen.

Wir können es übergehen. Oder wir können neugierig werden.

Die Antwort sieht nicht jeden Tag gleich aus

Es gibt keine einzige richtige Methode, um wieder bei sich anzukommen.

An manchen Tagen hilft mir Sport am Morgen. Freitags sind es meine 90 Minuten Kundalini-Yoga. Mittags kann ein Spaziergang genau richtig sein. Manchmal brauche ich eine Dusche, eine Meditation oder einfach ein paar bewusste Atemzüge.

Früher habe ich auch viel geschrieben. Das Schreiben brachte mir Klarheit und oft auch Erleichterung. Dieses Ritual möchte ich wieder häufiger in meinen Alltag holen.

Denn die Antwort muss nicht immer aus dem Kopf kommen. Manchmal zeigt sie sich beim Gehen, unter der Dusche oder beim Sport. Manchmal spüren wir sie zuerst im Körper. Und manchmal meldet sich die Intuition, bevor wir überhaupt erklären können, warum.

Auch widersprüchliche Bedürfnisse dürfen gleichzeitig existieren. Ich kann Ruhe brauchen und mich trotzdem bewegen wollen. Ich kann eine Pause benötigen und gleichzeitig frustriert darüber sein, dass ich meinen Fokus unterbrechen muss.

Dann versuche ich, mit dem zu arbeiten, was gerade möglich ist. Ich nehme, was ich bekommen kann, und freue mich, wenn ein Bedürfnis einmal vollständig erfüllt werden kann.

Eine Minute ist bereits ein Anfang

Innehalten muss kein aufwendiges Ritual sein.

Manchmal reicht eine Minute. Ein bewusster Atemzug. Die 4x4-Atmung. Ein kurzer Moment, in dem wir nicht sofort reagieren oder weitermachen, sondern wahrnehmen, wie es uns gerade geht.

Ich kann mitten im Alltag innehalten. Ich brauche dafür weder die perfekte Umgebung noch absolute Ruhe.

Es kann helfen, den Atem ruhiger werden zu lassen, den eigenen Puls wieder bewusster wahrzunehmen und den Fokus für einen Moment zurückzuholen.

Die Frage ist dabei nicht: Wie löse ich jetzt mein gesamtes Leben?

Sie lautet nur: Was brauche ich in diesem Moment wirklich?

Berührung als täglicher Anker

Auch Berührung kann uns zurück in den gegenwärtigen Moment holen.

Ich drehe manchmal meinen Ring um, sodass die Steine auf der Innenseite meiner Hand liegen. Dann kann ich sie in meiner Handfläche spüren. Diese kleine Bewegung passiert inzwischen ganz intuitiv.

Für mich kann Schmuck genau diese Funktion übernehmen. Nicht, weil er unsere Probleme für uns löst, sondern weil wir ihn berühren und auf der Haut wahrnehmen können. Er schafft eine Verbindung zu dem Gedanken oder der Intention, an die wir uns im Alltag erinnern möchten.

Auch die Flow Kette mit Mondstein kann so eine Erinnerung sein. Ihr Stein, ihre Bewegung und ihre Haptik können einen kleinen Moment des Innehaltens auslösen. Einen Moment, in dem die Aufmerksamkeit wieder zu uns zurückkehrt.

Wo diese Verbindung entsteht, ist für jeden Menschen unterschiedlich. Dafür gibt es keine feste Grenze und keine universelle Wahrheit.

Ein neuer Blickwinkel kann reichen

Aus genau dieser Idee ist auch mein kostenloser Guide „Täglicher Anker“ entstanden.

Ich wollte ein hilfreiches Ritual weitergeben und zeigen, wie Schmuck und Natursteine in kleine persönliche Rituale eingebunden werden können. Nicht als vorgefertigte Antwort und nicht als Versprechen, dass danach plötzlich alles gelöst ist.

Vielleicht brauchst du den Guide gerade in einer Phase, die nicht ganz einfach ist. Vielleicht suchst du Unterstützung, einen neuen Fokus oder einfach einen anderen Blickwinkel.

Alles Weitere darf sich daraus ergeben.

Denn ich kann nicht vorhersagen, welche Antwort du finden wirst. Und ich möchte sie dir auch nicht vorgeben.

Vielleicht ist es Ruhe. Vielleicht Bewegung, frische Luft, Abstand, Berührung oder ein Gespräch. Vielleicht lautet die Antwort heute auch einfach: Ich weiß es noch nicht.

Entscheidend ist, dass wir uns selbst wieder zuhören.

Wenn du dir dafür einen kleinen Anker im Alltag wünschst, kannst du hier meinen kostenlosen Täglicher-Anker-Guide herunterladen.

Und vielleicht stellst du dir zwischendurch einfach diese eine Frage:

Was brauche ich jetzt wirklich?

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