KI im Alltag: Ich liebe Technik und brauche Dinge, die ich anfassen kann

KI im Alltag: Ich liebe Technik und brauche Dinge, die ich anfassen kann

Letzte Woche habe ich erstaunlich wenig mit Steinen gearbeitet. Dafür habe ich Texte geschrieben, meine Webseite bearbeitet, Social Media vorbereitet, Bilder überarbeitet, Daten ausgewertet und mich mit Werbung und Buchhaltung beschäftigt. Wer beim Aufbau einer Schmuckmarke vor allem daran denkt, gemütlich schöne Steine aufzufädeln, den muss ich also leider enttäuschen. Ich hätte diese Vorstellung an manchen Tagen selbst ganz gern zurück.

Wenn ich das Handy mitzähle, komme ich durchaus auf zehn bis zwölf Stunden Bildschirmzeit. Gleichzeitig habe ich dank KI gefühlt das Zehnfache geschafft. Beides stimmt, und genau das macht es manchmal schwierig: Ich sehe, wie viel möglich ist, freue mich über jeden Fortschritt und merke erst später, dass mein Körper bei dieser Begeisterung irgendwann nicht mehr mitgekommen ist.

Trotzdem würde ich die Technik dafür nicht verantwortlich machen. Ich arbeite wirklich gern mit KI. Sie hat mir Möglichkeiten eröffnet, die ich als Solo-Selbstständige vorher kaum hatte. Und ich liebe Natursteine, Seide, Bewegung und alles, was ich unmittelbar spüren kann. Für mich gehört das ganz selbstverständlich zusammen, auch wenn ich oft gefragt werde, wie das eigentlich passen soll.

Wie ich KI im Alltag und für meine Selbstständigkeit nutze

Am besten lässt sich meine Beziehung zur KI mit dem Wort Assistenz beschreiben. Ich gebe Aufgaben ab, erkläre, was ich brauche, und prüfe anschließend, ob das Ergebnis passt. Witzigerweise habe ich auf diese Weise sogar das Delegieren gelernt. Eine vernünftige Arbeitsanweisung zu formulieren, ist schließlich auch eine Fähigkeit. „Mach mal schön“ reicht eben nicht immer. Wer schon einmal versucht hat, damit ein Bild bearbeiten zu lassen, weiß wahrscheinlich, was ich meine.

In meiner Arbeit nutze ich KI zum Beispiel für Textentwürfe, Recherche, Datenanalysen und die Vorbereitung von Inhalten. Besonders viel verändert hat für mich aber die technische Unterstützung. Ich kann Dinge an meiner Webseite umsetzen oder einen HTML-Fragebogen erstellen, für die ich früher einen Dienstleister gebraucht hätte. Als kleines Unternehmen hat man nicht für jede Idee sofort das passende Budget. Dass ich heute vieles selbst ausprobieren und mit Unterstützung umsetzen kann, gibt mir eine ganz andere Freiheit.

Natürlich funktioniert nicht alles auf Anhieb, und die Verantwortung bleibt bei mir. Ich muss entscheiden, ob ein Text nach mir klingt, ob ein Ergebnis richtig ist und ob eine Idee überhaupt zu meinem Unternehmen passt. Meine Ausrichtung, mein Gefühl für die Menschen, die ich erreichen möchte, und meine Intuition kann ich nicht einfach mit abgeben.

Privat ist es ähnlich. Für Reisen, Ausflüge oder Recherchen lasse ich mir Informationen zusammentragen, statt mich selbst durch unzählige Seiten zu arbeiten. Währenddessen kann ich etwas anderes erledigen oder tatsächlich einmal spazieren gehen. Ich muss meine eingesparte Zeit ja nicht automatisch mit der nächsten Aufgabe am Rechner füllen.

Auch wenn mir genau das ziemlich oft passiert.

Warum ich trotz Unterstützung zu lange am Bildschirm sitze

Es ist selten eine bewusste Entscheidung nach dem Motto: Heute ignoriere ich mal alle meine Bedürfnisse. Eher dieser kleine Gedanke: Es läuft gerade so gut, das mache ich noch schnell fertig.

Und dann kommt noch etwas dazu. Eine Idee, die sich jetzt umsetzen lässt. Eine Seite, die beinahe fertig ist. Ein Text, bei dem nur noch der Schluss fehlt. Gerade wenn ich im Flow bin, fällt mir das Aufhören schwer, obwohl mein Nacken und meine Augen längst deutlich werden.

Nach solchen Tagen bin ich müde und ausgelaugt. Manchmal fühlen sich meine Beine schwer an und mein Gesicht ist geschwollen. Ich weiß, dass mir das Weiterarbeiten dann nicht guttut, und trotzdem gelingt es mir nicht immer, rechtzeitig Schluss zu machen. Ein bisschen vom PC geknechtet fühle ich mich anschließend schon. Was natürlich auch komisch ist, wenn man bedenkt, dass ich selbst davor sitzen geblieben bin.

Für mich liegt hier die eigentliche Frage beim Umgang mit Technik: Was mache ich mit dem Spielraum, den sie mir gibt?

Ich kann durch KI schneller vorankommen, Aufgaben abgeben und Dinge verwirklichen, die sonst liegen bleiben würden. Ich kann mir damit aber auch einen noch volleren Arbeitstag bauen. Diese Entscheidung nimmt mir kein Werkzeug ab. Mir hilft es, mich daran zu erinnern, dass die Arbeit selbstbestimmt sein darf. Dazu gehört auch, den Laptop zu schließen, obwohl theoretisch noch etwas möglich wäre.

Was sich verändert, wenn ich mit den Händen arbeite

Wenn ich Steine vor mir ausbreite und anfange, ein Schmuckstück zusammenzustellen, nehme ich mich anders wahr als am Computer. Ich spüre die Materialien, sehe ihre Unterschiede und beschäftige mich mit dem, was unmittelbar vor mir liegt. Aus Farben, Formen und einzelnen Verbindungen entsteht langsam etwas, und das macht mir Freude.

Besonders gern berühre ich Rohkristalle. Ich mag ihre ursprüngliche Form, ihre Ecken und Kanten. Dass sie nicht vollkommen gleichmäßig sind, gehört für mich zu ihrer Schönheit. Bei Amethyst kann ich mich damit durchaus eine Weile beschäftigen.

Diese Arbeit braucht Geduld. Eine Verbindung muss sorgfältig gearbeitet sein, die Zusammenstellung stimmig werden. Da hilft es wenig, innerlich schon beim nächsten Schritt zu sein. Ich bin dadurch präsenter und nehme auch meinen Körper besser wahr.

Aber ich möchte das nicht verklären. Wenn ich vorher zu lange am Rechner saß, fehlt mir manchmal selbst für diese Arbeit die Kraft. Dann sitze ich nicht glücklich zwischen meinen Steinen und alles ist wieder gut. Auch etwas, das ich liebe, braucht Energie. Deshalb möchte ich die Dinge, die mir guttun, nicht immer erst auf den Moment verschieben, in dem von mir kaum noch etwas übrig ist.

Berührung im Alltag: Mein Schmuck als haptischer Anker

Manchmal drehe ich meinen Ring so, dass ich die Steine an der Handfläche spüre. Das passiert meistens ganz nebenbei, vielleicht während ich nach einer Lösung suche oder mit meinen Gedanken abschweife. Durch die Berührung komme ich wieder ein bisschen bei mir an.

Wenn ich von einem haptischen oder analogen Anker spreche, meine ich genau so etwas. Einen Gegenstand, den ich anfasse und der meine Aufmerksamkeit zurück in den Moment holt. Ich empfinde dabei Erdung und Fokus. Dafür muss ich dem Stein nicht zwingend eine besondere Wirkung zuschreiben, auch wenn persönliche Bedeutungen für mich durchaus ihren Platz haben.

Bei einer Kette wie der Balance mit Amethyst kann es die Berührung der Steine auf der Haut sein oder der Griff zum Schmuckstück zwischendurch. Ob daraus eine solche Gewohnheit entsteht und was sie für die Trägerin bedeutet, ist individuell. Ich kann eine Idee weitergeben, aber nicht festlegen, was jemand dabei fühlen soll.

Manche Schmuckstücke bringen ihre Bedeutung außerdem schon mit. Der Ring, den meine Oma mir geschenkt hat, ist mit ihr verbunden. Andere Gegenstände werden uns erst durch gemeinsame Erlebnisse wichtig. Ein Mensch, ein Gefühl oder eine Erinnerung kann aus etwas Alltäglichem etwas sehr Persönliches machen.

Dafür brauche ich übrigens nicht zwingend ein fließendes Kleid, einen Kreis aus Kerzen und die richtige Haltung zum Energieempfangen. Wer sich damit wohlfühlt, darf das gern tun. Ich finde nur die Vorstellung lustig, dass es ausschließlich so funktionieren soll. Bei mir findet dieser kleine Moment manchmal einfach zwischen zwei Aufgaben statt.

Was Papier, Seide und Bewegung mir geben

Dass ich so viel digital arbeite, hält mich nicht davon ab, schöne Notizbücher zu kaufen. Gerade wenn es um Gefühle geht, schreibe ich manches lieber mit der Hand. Ich komme dabei anders an meine Gedanken heran als beim Tippen. Es muss auch nicht jede Notiz sofort weiterverarbeitet, abgelegt oder in einen fertigen Text verwandelt werden.

Seide fühlt sich für mich beruhigend an. Sport lässt mich meinen Körper deutlicher spüren. Beim Yoga kann es je nach Praxis körperlich werden oder eine tiefere Verbindung entstehen, bei der Körper, Seele und Geist wieder mehr zusammenfinden. Und manchmal sind es ganz einfache Dinge: eine Umarmung, Tanzen, Luft und Natur.

Nach einem langen Bildschirmtag brauche ich meistens Bewegung. Leider bedeutet das nicht, dass ich dann voller Tatendrang die Schuhe anziehe. Diese Ausgelaugtheit ist manchmal ziemlich hart, und ich muss mich durchaus überwinden.

Ich weiß aber, dass mir etwas fehlt, wenn mein Alltag nur noch am Bildschirm stattfindet. Dort können echte Gespräche und echte Gefühle entstehen, das stelle ich überhaupt nicht infrage. Trotzdem möchte ich Menschen auch anfassen, Luft auf der Haut spüren und selbst draußen stehen. Für mich lässt sich das nicht durch ein noch so schönes Bild ersetzen.

Warum Schmuck, Seide und KI zu Maria’s Concepts gehören

Von außen mag die Kombination erst einmal ungewöhnlich erscheinen. Für mich beginnt die Verbindung bei der Frau, für die ich etwas entwickle.

Sie kann Unterstützung dabei brauchen, Technik zu verstehen und ihre Ideen umzusetzen. Sie kann Freude an einem besonderen Stoff haben oder ein Schmuckstück tragen wollen, das sie an etwas Wichtiges erinnert. Das sind Bedürfnisse, die problemlos im selben Leben vorkommen.

Ein KI-Kurs kann Verständnis schaffen und neue Möglichkeiten eröffnen. Schmuck kann zum täglichen Anker werden. Beides hat für mich einen Wert, auch wenn dieser auf unterschiedliche Weise entsteht.

Mit Creative Intelligence meine ich unter anderem, die eigene Kreativität gezielter einsetzen zu können. Ich muss nicht selbst Grafikdesignerin oder Programmiererin sein, um eine Idee weiterzuentwickeln. Ich darf Unterstützung nutzen und dabei trotzdem meine eigene Handschrift behalten.

Genauso selbstverständlich darf ich mir anschließend Zeit für etwas nehmen, das Geduld und Handarbeit braucht. Ich versuche nicht, mich zwischen diesen Teilen meines Lebens zu entscheiden. Maria’s Concepts ist auch aus dem Verständnis entstanden, dass ich sie gar nicht trennen muss.

Ich wünsche mir, dass man genau das darin erkennt: eine Verbindung, die vom Menschen ausgeht und deshalb ganz unterschiedliche Formen annehmen kann.

Selbst herausfinden, was passt

Ich möchte niemandem erklären, wie viele Stunden Bildschirmzeit erlaubt sind oder welches Ritual man jetzt unbedingt einführen sollte. Ich bekomme es selbst nicht jeden Tag so hin, wie ich es gern hätte.

Aber ich glaube daran, dass wir Technik bewusster nutzen können, wenn wir sie verstehen und uns unsere eigenen Entscheidungen wieder vor Augen führen. Vielleicht gibt sie uns Zeit für etwas, das lange keinen Platz hatte. Vielleicht bemerken wir auch erst einmal, dass wir jede freie Minute sofort wieder verplanen.

Wer die Idee mit dem Schmuck als persönlichem Anker für sich ausprobieren möchte, findet in meinem kostenlosen Guide „Täglicher Anker“ sieben Natursteine, Impulse und ein kleines Ritual. Was davon passt und was nicht, darf jede selbst herausfinden.

Ich möchte die Möglichkeiten der digitalen Welt nutzen und gleichzeitig mein Leben auch außerhalb des Bildschirms spüren. Für mich schließt sich das nicht aus.

Vielleicht brauchen wir nicht weniger Technik, sondern wieder mehr Dinge, die wir wirklich spüren können.

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